Beiträge

Reich:

Helborn

Person:

Malte Blumenroth

Charakter:

Falk von Dannenfels

Aufnahme:

2007

Rang:

Zauberer

Titel:

Ordensritter

Wappen:

Wappenbeschreibung

Falk führt das Wappen derer von Dannenfels. Der Schildgrund ist geteilt schwarz/weiß.Links goldener Löwe, aufrecht stehend mit nach vorn gereckten Tatzen,  rechts die schamrote Tanne mit Wurzeln. Der Baum ist entwurzelt als Zeichen das der Träger seinen angestestammten Platz in der Heimat verlassen hat.

Geschichte

 

Falk von Dannenfels - Charakterbeschreibung

 

 

 

Falk kam in Akanan als letzter Nachkomme der Familie Dannenfels zur Welt, einem Geschlecht von niederem Adel, dessen Reichtum durch die Machenschaften Mächtigerer im Laufe der Jahrzehnte vergangen war. So wurde er in ein Haus hineingeboren, dessen Wohlstand zu dieser Zeit, elf Jahre vor der Rückkehr des Ordens aus dem Nebel, bescheidenem gutbürgerlichem Stand entsprach. Bereits wenige Monate nach seiner Geburt fand seine Mutter durch eine schwere Krankheit den Tod. Nur wenige Wochen später folgte ihr sein ebenfalls kranker Vater ins Grab. Falks Kindermädchen nahm ihn unter ihre Fittiche, doch ohne Geschwister oder andere Verwandte war seine frühe Kindheit geprägt von Einsamkeit.

 

Neugierde und Abenteuerlust trieben den Jungen mit den Jahren auf die Straßen von Akanan. Unter den Bettlern und Dieben Rhûns lernte er das Gesicht von Armut und Krankheit kennen und entdeckte seinen Gerechtigkeitssinn, der ihn zu jener Zeit mehr als einmal in Schwierigkeiten mit manchen Ganoven, seltener auch mit der Stadtwache brachte.

 

Zu jenen Zeiten hätte es schlimm um Falk stehen können, wäre nicht sein Kindermädchen gewesen, die ihm häufiger, als er sich erinnern konnte, aus der Not half. Sie lehrte ihn die Versorgung von Verletzungen und das Lindern von Krankheitsleiden, zunächst meist anhand seiner eigenen Blessuren, zunehmend jedoch auch wenn er sie bat, einem befreundeten Kind oder gar einem Fremden zu helfen. Möglicherweise war es der frühe Verlust seiner Eltern oder schlichtweg seine Natur, selbst in rauer Umgebung Mitgefühl für Hilfsbedürftige zu empfinden, unabhängig von seinen Gründen war es lediglich eine Frage der Zeit, bis er sich zumindest die Grundkenntnisse seiner Mutterfigur angeeignet hatte, um im Falle von Notwendigkeit nicht erst auf ihr Hinzukommen angewiesen zu sein.

 

Durch zahlreiche Abenteuer und Gefahren seiner Jugend hindurch schloss Falk Freundschaften und begeisterte sich für das Wunder der Musik. Menschen verschiedenster Herkünfte und Stände zu vereinen und für einen Moment gleich zu machen durch die angeborene Begabung ihrer Stimmen sowie bei vereinzelten Malen das geschickte Handwerk eines Spielmanns, dies war ihm gleich eines inneren Feuers, das immer wieder angefacht werden und ihm Zeiten von Wärme geben konnte.

 

Im Alter von 16 Jahren wendete sich Falks Leben unvorhergesehen. Als er eines Abends sein Kindermädchen tot in einer Gasse fand, von Dieben erschlagen oder auf der Flucht vor solchen gestürzt, er vermochte es zwischen Trauer und Zorn nicht zu sagen, entschloss er sich, dem alten Haus seiner Eltern den Rücken zuzukehren und seine Heimat hinter sich zu lassen. Ohne eine Hoffnung auf Vergeltung an den unbekannten Tätern schwor er, für das Recht Schwächerer einzustehen und Gerechtigkeit stets nach seinem Möglichsten Genüge zu tun. Mit diesem Vorsatz wurde der Ritterorden zu Helborn sein Ziel. Vor wenigen Jahren hatte er zum ersten Mal von den Streitern gehört, die nach tausend Jahren zurückgekehrt waren, nun da das Land sie wie nie zuvor brauchte. Mehr als einmal hatte er früher sich selbst, hoch zu Ross, als einen der ihren gesehen. Doch nun hatte er einen tatsächlichen Antrieb, etwas, das ihm mehr zu sehen erlaubte als strahlende Rüstungen und Ruhm.

 

 

 

Seit seinem Versprechen als Knappe ist Falk durch fünfmal Jahr und Tag bis zu seinem Ritterschlag gereift. Er ist hoch gewachsen und von schlanker Statur. Sein früher langes, braunes Haar trägt er heutzutage kurz geschnitten. Sofern ungerüstet und nicht mit dem weißen Mantel der Ordensritter bekleidet, begegnet man ihm zumeist mit Hemd und Tunika aus grünem oder weißem Tuch, zwei der Farben seines Wappens.

 

Obgleich Falk sich nicht mit großer Fertigkeit an einer Vielzahl von Kriegsgerät brüsten kann, zeigt er sich doch behände im Umgang mit dem langen Schwert, weswegen er im Kampf mit Vorliebe zu dieser Waffe greift. Seite an Seite mit seinen Ordensbrüdern und -schwestern hat er gelernt die Macht seiner Stimme zu nutzen. Als Barde vermag er die Tapferkeit seiner Verbündeten zu stärken, ihren Wagemut zu beschwören sowie die Genesung von Verwundeten zu beschleunigen. Doch auch in Zeiten des Friedens bleibt er der Musik nie fern. Sobald in den hohen Hallen Lautenspiel zu vernehmen ist, kann man sich nahezu gewiss sein, ihn singend am Lagerfeuer vorzufinden, wo sein Blick glühend die Flammen widerspiegelt.

Von seinem wachen Geist getrieben, begleitet Falk eine ständige Wissbegierde. Dies kann sich als Segen, wie auch als Fluch offenbaren: Einerseits birgt diese Eigenschaft eine rasche Lernfähigkeit gegenüber neuen Aufgaben und Herausforderungen, andererseits neigt er dazu, sich sehr intensiv mit mancher Thematik zu beschäftigen und Gegenwärtiges beizeiten aus den Augen zu verlieren. Wiederholt geschieht es, dass er wochenlang in den Bibliotheken von Haus Tas in seine Studien vertieft verweilt und seine Anwesenheit im Konvent missen lässt. Umso freudiger ist ihm nach solchen Zeiten jedoch das Wiedersehen mit der Gemeinschaft des Ordens und umso größer sein Elan sich ganz in ihren Dienst zu stellen. Trotz seines Tatendrangs ist Falk ein geduldiger Mann, wenn es der Führung jüngerer Ordensmitglieder gilt. Solang er die Zeit erübrigen kann, ist er stets bereit, sich der Fragen eines Knappen oder Mündels anzunehmen und ihm oder ihr in der Lehre des Ordens eine Stütze zu sein, so dies von Nöten ist.